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Podiumsdiskussion über das Straubinger Eishockey Tigers stehen auf gesunden Füßen
Weitere Baumaßnahmen sind geplant – Lizenzerteilung nur noch Formsache
Am Freitag fanden sich rund 250 Fans zu einer Podiumsdiskussion über das Straubinger Eishockey im Landgasthof Reisinger in Sossau ein, wo sie von Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Tigers-Geschäftsführerin Gaby Sennebogen, Cheftrainer Jürgen Rumrich, sportlichem Leiter Jürgen Pfundtner, EHC-Vorstand Dr. Albert Krinner sowie Angela Hofbauer und Joachim Krug vom Hochbauamt der Stadt über die aktuellen Entwicklungen informiert wurden. Angesichts der millionenschweren finanziellen Einbußen der Stadt bei Gewerbe- und Unternehmenssteuer zeigte sich OB Markus Pannermayr erleichtert, dass die Schließung der offenen Ostseite des Stadions noch im vergangenen Jahr vorgenommen werden konnte. Die Stadt werde sich auch weiterhin anstrengen, mit den Tigers gemeinsam etwas zu entwickeln, da der Verein ein wichtiger Standortfaktor für Straubing sei. Der von den Tigers und dem EHC Straubing gewünschte Bau einer zweiten Eisfläche sei zumindest in den kommenden zwei Jahren nicht möglich. Alleine in diesem Jahr kämen durch die Fertigstellung des Polizei-Überwachungsraums, Prüfungen des TÜVs an der Kälteanlage sowie weitere Ausbesserungsarbeiten rund 200000 Euro Kosten auf die Stadt zu. Außerdem soll die Toilettensituation verbessert werden, so Pannermayr. An der Westseite ist ein überdachter Abgang mit Luftschleuse geplant, der zu WC-Raummodulen führen soll. Der Mietvertrag für das Fanhaus, das eventuell noch erweitert wird, wurde um zwei Jahre verlängert. Tigers-Geschäftsführerin Gaby Sennebogen berichtete vom Treffen der DEL-Hauptgesellschafter auf Mallorca. Im Wesentlichen seien hierbei zwei Dinge beschlossen worden: In der kommenden Saison soll – unabhängig davon, wie viele Teams nach Abschluss der Lizenzierung die Liga bilden werden – wieder eine normale Doppelrunde gespielt werden, sodass keine verzerrte Tabelle mehr entsteht. Außerdem lehnten die Hauptgesellschafter eine dreiwöchige Olympia-Pause ausgerechnet im zuschauerstärksten Monat Februar ab. Stattdessen soll durchgespielt werden und die vom Fehlen der Nationalspieler besonders betroffenen Vereine sollen einen noch nicht genauer definierten Nachteilsausgleich erhalten.
Neuer Premiumsponsor
Ursprünglich war gemeldet worden, dass sich der Etat der Tigers für kommende Saison aufgrund fehlender Sponsorengelder um 400000 Euro reduzieren werde. Mittlerweile sei durch neue Sponsoren einiges davon aufgefangen worden, freute sich Sennebogen. Man habe auch einen neuen Premiumsponsor gefunden, der in den kommenden Wochen vorgestellt werde. Die Lizenzunterlagen für kommende Saison seien bereits an die DEL abgeschickt worden, und da der Club wirtschaftlich gesund dastehe, gebe es an der Lizenzerteilung auch keine Zweifel. Angesichts fester Kosten von 16000 Euro pro Spiel und eines drastischen Anstiegs der Beiträge zur Berufsgenossenschaft sei eine Erhöhung der Ticketpreise dennoch unabdingbar gewesen, betonte Sennebogen.
Saisonvorbereitung läuft
Die Saisonvorbereitung für die deutschen Spieler sowie für die in Straubing verbliebenen ausländischen Spieler sei bereits voll im Gange, wusste Cheftrainer Jürgen Rumrich zu berichten. Ein Vorteil sei dieses Jahr auch, dass die Gegner in den Vorbereitungsspielen hochwertiger als vor der vergangenen Saison seien. Der sportliche Leiter Jürgen Pfundtner äußerte die Hoffnung, den Kader mit weiteren Spielern verstärken zu können. Nötig seien noch ein sehr starker Verteidiger sowie eventuell ein starker Mittelstürmer, so Pfundtner. Kein Thema mehr sei Jon Klemm, der seine Karriere endgültig beendet habe. Auch kein Zurück gebe es für den suspendierten Eric Chouinard, wobei Pfundtner zu den laufenden Verhandlungen über dessen Vertragsauflösung keine näheren Angaben machen wollte. Der EHC Straubing sei, berichtete Vorstand Dr. Albert Krinner, immer noch dabei, die Folgen des Stadionbrandes aufzuarbeiten, wobei man von Sponsoren, Stadt und Tigers sehr gut unterstützt werde. Dennoch habe man mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ziel sei es, die DEL für die Tigers zu sichern, wofür es nach den Richtlinien der Liga nötig sei, mit den Nachwuchsmannschaften in den höchsten Klassen zu spielen. - rem -
quelle: Straubinger Tagblatt
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