Brandstiftungen in Baustellen im DEL-Eisstadion und am Theresien-Center
STRAUBING: Zum Glück niemand verletzt, aber der Sachschaden könnte evtl. in den sechsstelligen Bereich gehen. Dies ist die Bilanz von zwei Brandstiftungen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in der Straubinger Innenstadt. Betroffen davon sind jeweils die Großbaustellen im Eisstadion und am neuen Theresien-Center. Die Straubinger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen noch in der Nacht aufgenommen und bittet jetzt um Zeugenhinweise.
Gegen 04.10 h bemerkten Mitarbeiter der Rettungsleitstelle in der Regensburger Straße Brandgeruch, wenig später meldete auch ein Autofahrer Feuerschein aus dem Straubinger Eisstadion. Sofort alarmierte Streifen der Straubinger Polizei und die ebenfalls alarmierte Feuerwehr fanden sehr schnell den Brand im Straubinger Eisstadion, das derzeit nach den Vorgaben der DEL umgebaut und geschlossen wird.
Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hat ein oder mehrere Unbekannte etwa in der Mitte der Betonfläche des Stadions gelagertes Dämmmaterial angezündet. Dieses Material entwickelte eine immense Hitze und große Rauchentwicklung. Dadurch wurde auch der bereits verbaute und neue Dämmschutz an der Decke des Stadions zum Teil zerstört und großflächig verrußt, teilweise fielen verbaute Paneele sogar ab. Die Rußschäden sind letztlich fast im gesamten Stadion zu erkennen. Schwer beschädigt wurden auch die in der Mitte des Stadiondaches abgehängten großen Videoleinwände.
Verletzt wurde niemand, der Sachschaden könnte aber nach ersten Schätzungen der Experten vor Ort ohne Weiteres in den sechsstelligen Bereich gehen. Frau Bürgermeisterin Stelzl und der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Straubing, Polizeirat Robert Fuchs, machten sich vor Ort ein Bild des Geschehens. Im Eisstadion sollte im August wieder der Spielbetrieb für den DEL-Eishockeyverein "Straubing Tigers" aufgenommen werden.
Gebrannt hatte es in der Nacht in engem zeitlichem Zusammenhang auch in der Baustelle für das neue Theresien-Center an der Regensburger Straße. Dort hatte ein ebenfalls Unbekannter mehrere leere Beton-Papiersäcke zusammengeworfen und angezündet. Glücklicherweise konnte sich das Feuer nicht weiter ausbreiten, da sofort eintreffende Polizeistreifen mit Feuerlöschern löschten.
Noch in der Nacht haben Kriminalbeamte die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Sehr wahrscheinlich ist, dass beide Brände von ein und demselben Täter(n) gelegt wurden. Aus diesem Grund bittet die Polizei jetzt auch um Zeugenhinweise. Wer hat in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Zeitraum zwischen 03.30 h bis 04.15 h an den beiden beschriebenen Einsatzstellen verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachten können ? Hinweise erbittet die Kripo Straubing unter der Tel.-Nr. 09421 / 868-0.
Polizei bittet um Mithilfe bei Suche nach Tätern Pressekonferenz im Rathaus - Kältesegel verhindert Dachbrand im Stadion Bei einer kurzfristig einberufen Pressekonferenz im Straubinger Rathaus informierten Stadt, Polizei, Feuerwehr und Tigers GmbH die zahlreichen Medienvertreter über den Brand im Straubinger Eisstadion. Die Polizei geht weiter von vorsätzlicher Brandstiftung aus, da neben dem Eisstadion auch zwei versuchte Brandstiftungen im nahe gelegenen Theresien-Center festgestellt wurden. Die Polizei bittet daher die Bevölkerung dringend um Mithilfe: als Tatzeit wird der Zeitraum von 3.45 Uhr bis 4.15 Uhr am Donnerstag Morgen eingegrenzt.
Die alarmierte Feuerwehr hatte zwar innerhalb von zehn Minuten den Brand gelöscht, aber durch die Hitzeeinwirkung wurde das Kältesegel teilweise zerstört. Wahrscheinlich muss das gesamte Segel demontiert, erneuert bzw. zumindest gesäubert werden. Allerdings hat das Kältesegel, wie von der Freiwilligen Feuerwehr bestätigt wurde, ein Übergreifen des Brandes auf die Dachkonstruktion verhindert. Erheblich beschädigt wurden zudem die Videowände. Aufgrund der starken Russablagerungen muss das gesamte Stadion durch eine Spezialreinigungsfirma gesäubert werden. Ein direkter Schaden an einem der betroffenen Stahlträger konnte nicht festgestellt werden, doch wird dieser in den nächsten Tagen noch genauer untersucht. Ebenso konnte kein direkter Schaden am Kühlsystem am Boden festgestellt werden. Doch auch hier müssen erst weitere Untersuchungen folgen. Zwar sind die Bautätigkeiten an der Ost- und Südseite des Stadions auch heute fortgesetzt worden, doch ist nun aufgrund der Untersuchungen und der zusätzlichen Reparaturarbeiten mit zeitlichen Verzögerungen zu rechnen. Der sportliche Leiter Jürgen Pfundtner hat diesem Umstand bereits Rechnung getragen: „Wir können nicht davon ausgehen, dass wir pünktlich Eis bekommen und versuchen nun, Trainingszeiten in Regensburg, Deggendorf und Landshut zu erhalten. Zudem versuchen wir, auch die Vorbereitungsspiele an andere Spielorte zu verlegen. Das Feuer im Eisstadion wird aber nicht das Ende der Tigers in der DEL sein." Allerdings muss die Tigers GmbH nun mit erheblichen Zusatzkosten rechnen.
Nun schon fünf Brände: Neue Erkenntnisse der Polizei nach Brand im Straubinger Eisstadion
Keine Verletzen und ein möglicher Sachschaden in Millionenhöhe. Dies ist die Bilanz von drei Brandstiftungen in der Straubinger Innenstadt. Betroffen davon sind jeweils die Großbaustellen im Eisstadion und am neuen Theresien-Center.
Straubing. Die Straubinger Kriminalpolizei hat am Donnerstag die Ermittlungen am Brandort im Eisstadion am Pulverturm abgeschlossen und die Brandstelle zur weiteren Schadensbeseitigung an die Stadt Straubing übergeben. Inzwischen gibt es Erkenntnisse über weitere Brandstiftungen, so dass die Zahl der Fälle auf fünf gestiegen ist. Das Bayerische Landeskriminalamt in München, die Stadt Straubing und die Straubing Tigers GmbH haben inzwischen eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt.
Kriminalbeamte untersuchten am Donnerstagnachmittag in Zusammenarbeit mit einem Brandmittelspürhund nochmals die Brandstelle im Eisstadion, eine Messung mit einem Photoionisationsdetektor zeigte Reaktion. Weil der Spezial-Hund auch anschlug, wurden Proben gesichert, die beim Bayerischen Landeskriminalamt in München auf etwaige Brandbeschleuniger hin untersucht werden.
Bei den Ermittlungen zu den Bränden im Eisstadion und im Theresien-Center ergaben sich nun auch noch weitere Fälle. So wurde bereits vor ca. sechs bis acht Wochen einmal versucht, im Bauteil D (Regensburger Straße / Kinseherberg) der Baustelle des Theresien-Center zusammengetragene Bretter anzuzünden.
Am 4. Juli entzündete ein Unbekannter drei Ster Holz in Frauenbrünnl in "Zur Moosmühle". Die Kriminalermittler prüfen derzeit intensiv, inwieweit Zusammenhänge bestehen.
Aufgrund des hohen Sachschadens (eventuell mehrere hunderttausend Euro) und den weitreichenden organisatorischen Folgen insbesondere für die Stadt Straubing und den DEL-Eishockeyclub Straubing Tigers hat nun das Bayerische Landeskriminalamt in München und die Stadt Straubing jeweils eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt.
Die Belohnung wird für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat oder Ergreifung des oder der Täter führen; sie wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt.
Zusätzlich hat die Straubing Tigers GmbH noch einen weiteren Anreiz zur Aufklärung der Taten gesetzt: für die Klärung verspricht das Management des DEL-Clubs die Überlassung von zwei Stehplatzdauerkarten für die Saison 2008/2009 im Wert von 690 Euro (Gesamtbelohnung nun 2.000 Euro plus zwei Dauerkarten).
Bislang gingen nur wenige Hinweise bei der Polizei ein. Aus diesem Grund bittet die Polizeidirektion Straubing nochmals darum, dass jeder Hinweis - sollte er auch noch so belanglos erscheinen - schnellst möglich an die Kripo Straubing mitgeteilt wird. Hinweise werden unter der Tel.-Nr. 09421 / 868-0 erbeten.
Svenja hat geschrieben:Hat morgen 10:00 Uhr einer Zeit dahin zu fahren??
Yep. Obwohl, als ich vorhin vorbei gefahren bin kamen mir einige Spieler mit Ihren Autos entgegen, die vom Stadion weg gefahren sind. War a bissle seltsam..